Im Verfahren zwischen Apple und OpenAI wegen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen und geistigem Eigentum hat Apple neue Erkenntnisse vorgelegt. Apple verklagt OpenAI und wirft dem Unternehmen vor, dass ehemalige Apple-Mitarbeiter gezielt vertrauliche Daten für die Entwicklung von Produkten bei OpenAI verwendet haben.
Vertrauliche Schaltkreis-Daten auf privatem Laptop
Wie Macrumors berichtet, wertete Apple den mittlerweile zurückgegebenen Laptop seines ehemaligen Mitarbeiters Liu Chang aus. Dabei entdeckte Apple, dass Liu Informationen zu vertraulichen Apple-Schaltkreisen heruntergeladen und diese für seine Arbeit bei OpenAI verwendet haben soll. Weitere Personen bei OpenAI sollen gewusst haben, dass Liu unberechtigt auf Apples Cloud mit diesen Informationen zugegriffen habe.
Liu soll die Schaltkreis-Informationen zwei Monate nach seinem Weggang von Apple heruntergeladen haben. Mit ihnen soll er eine Simulation betrieben und die KI mit den Informationen versorgt haben. Der Zugriff erfolgte offenbar über einen Mac Mini, der sich später mit dem MacBook synchronisiert haben soll, weshalb Apple überhaupt von dem Zugriff weiß.
Vorwurf der Beweisvernichtung
Nachdem Liu von den Ermittlungen gegen ihn erfahren hatte, soll er einer Kollegin bei OpenAI Anweisungen gegeben haben, mögliche Beweise zu vernichten. Apple teilte die neuen Erkenntnisse auch deshalb dem Gericht mit, um eine beschleunigte Beweisaufnahme zu erzwingen. Weitere Geräte von Liu sollen noch untersucht werden. Das Gericht soll sich am 1. Oktober 2026 mit der Sache befassen.
Im Verfahren wird zudem dem ehemals hochrangigen Apple-Manager Tan Tang vorgeworfen, von Apple kommende Bewerber angewiesen zu haben, vertrauliche Informationen von Apple preiszugeben. Abgeworbene Apple-Mitarbeiter sollen Schulungen erhalten haben, wie sie Sicherheitsvorkehrungen umgehen können, die den Diebstahl von Interna eigentlich verhindern sollen.