Sicherheit & Cyberabwehr

Berlin-Hack: Senat rudert zurück, personenbezogene Daten doch möglicherweise betroffen

28.08.2026 2 Min. Lesezeit
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Beim Cyberangriff auf das Berliner Landesnetz sind womöglich doch sensible Daten abgeflossen. Damit revidiert die Senatskanzlei eine frühere Einschätzung, wonach keine sensiblen Informationen betroffen gewesen sein sollen. Konkret geht es um den Geschäftsbereich der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt.

Von Geodaten zu potenziell personenbezogenen Daten

Noch in der vorangegangenen Woche hatte der Senat erklärt, nach ersten Erkenntnissen seien keine sensiblen Daten abgeflossen, die Rede war bis dahin nur von Geodaten, die ohnehin frei im Netz verfügbar seien. Jetzt heißt es von der Senatskanzlei: „Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch personenbezogene oder sonstige nicht-öffentliche Daten betroffen sind." Inhalt und Umfang der betroffenen Daten werden derzeit noch geprüft.

Der Zeitpunkt des Datenabflusses lag den Angaben zufolge vor dem 14. August, also bevor die Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie für Mobilität, Verkehr, Umwelt und Klimaschutz vom Landesnetz getrennt wurden. Der eigentliche IT-Angriff war am 14. August entdeckt worden.

Ermittlungen dauern an

„Sobald wir belastbare Erkenntnisse zum Umfang und Inhalt der Daten haben, werden wir die zuständigen parlamentarischen Gremien und Stellen informieren", erklärte Florian Hauer, Staatssekretär für Digitalisierung. „Derzeit gehen wir davon aus, dass der Angriff eingedämmt werden konnte. Die forensischen Untersuchungen und das Scanning des Landesnetzes Berlin dauern jedoch bis auf Weiteres an. Auch der IKT-Notfallstab bleibt bis auf Weiteres aktiv." Die Entwicklung zeigt, wie unsicher erste Einschätzungen nach einem Sicherheitsvorfall oft sind, gerade wenn forensische Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind.