Sicherheit & Cyberabwehr

CISA warnt vor aktiven Angriffen auf Gitea, Citrix NetScaler und weitere Software

28.08.2026 3 Min. Lesezeit
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Die US-amerikanische IT-Sicherheitsbehörde CISA warnt vor beobachteten Angriffen auf zahlreiche Software-Produkte. Die Liste reicht von Red Hat über MS SQL und Ajax.NET bis zu Linux, Citrix NetScaler und Gitea. Updates stehen dabei teils schon länger bereit, einige der jetzt attackierten Lücken sind mehr als zehn Jahre alt.

Kritische Lücke in Gitea

Angriffe auf das Software-Versionsverwaltungssystem Gitea meldete die CISA bereits in der Nacht zum Mittwoch. Über die diffpatch-API konnten Angreifer aus dem Netz Schadcode einschleusen und ausführen (CVE-2026-60004, CVSS 9.8, Risiko kritisch). Version 1.27.1 von Gitea behebt das Problem, wenn du Gitea betreibst, solltest du das Update schleunigst installieren.

Ein ganzer Schwung weiterer Lücken

In der Nacht zum Donnerstag hat die CISA einen ganzen Schwung weiterer Sicherheitslücken in ihren Known-Exploited-Vulnerabilities-Katalog aufgenommen. Die jüngste betrifft Citrix NetScaler ADC und Gateway, Updates dafür gibt es bereits seit Ende Juni (CVE-2026-8452, CVSS 8.8, Risiko hoch). Angreifer versuchen laut Berichten von Sicherheitsforschern, über die aus dem Netz ohne vorherige Authentifizierung ausnutzbare Codeschmuggel-Lücke Webshells mit Dateinamen wie „x.php" und „z.php" auf verwundbare Instanzen zu platzieren und dort Befehle zum Ausforschen wie „id" und „echo" auszuführen.

Außerdem haben es Angreifer auf eine Sicherheitslücke im Linux-Kernel abgesehen, die bereits seit 2022 bekannt und gepatcht ist (CVE-2022-0995, CVSS 7.8, Risiko hoch). Veraltete Ajax.NET-Installationen stehen ebenfalls unter Beschuss (CVE-2021-23758, CVSS 9.8, Risiko kritisch), ebenso wie längst überholte Microsoft-SQL-Server-Installationen (CVE-2019-1068, CVSS 8.8, Risiko hoch). Noch weiter zurück reichen attackierte Schwachstellen in Red Hat Linux, konkret im Automatic Bug Reporting Tool (CVE-2015-5287, CVSS 7.8, Risiko hoch) sowie in Libuser (CVE-2015-3246, CVSS 5.1, Risiko mittel).

Was du jetzt tun solltest

Details zu Art und Umfang der beobachteten Angriffe nennt die CISA nicht. Allen betroffenen Produkten ist aber gemeinsam, dass IT-Verantwortliche bei im Netz erreichbaren, ungepatchten Instanzen von einer möglichen Kompromittierung ausgehen sollten. Untersuche betroffene Systeme deshalb auf Einbruchsspuren und unbefugte Manipulationen, unabhängig davon, wie alt die jeweilige Lücke ist. Gerade die teils jahrealten Schwachstellen zeigen, dass Patches allein nichts nützen, wenn sie nicht eingespielt werden.