Anthropic hat Claude Code um einen eingebauten Browser erweitert. Das Tool kann damit direkt auf Webseiten zugreifen, statt ausschließlich auf lokale Entwicklungsumgebungen angewiesen zu sein. Dokumentationen, Designs und beliebige andere Inhalte lassen sich so abrufen, während Claude an einer Aufgabe arbeitet.
Sandbox als Sicherheitsprinzip
Der Browser läuft in einer Sandbox. Sitzungen werden standardmäßig nicht gespeichert, und Nutzer entscheiden selbst, ob der Browserzustand zwischen Aufgaben erhalten bleibt. Jede Sitzung startet mit einem sauberen Profil, ohne gespeicherte Anmeldedaten oder Verlauf aus dem persönlichen Browser des Nutzers. Dieses Setup eignet sich für das Bauen und Testen von Anwendungen oder für Seiten, bei denen keine Nutzeridentität benötigt wird.
Für Fälle, in denen Claude im Namen des Nutzers in eingeloggten Sitzungen agieren soll, verweist Anthropic auf die separate Claude-Erweiterung für Chrome. Diese gibt einen Teil der Isolation auf, bietet dafür aber Zugang zu authentifizierten Anwendungen.
Branchentrend: Integrierte Browser
OpenAI hat zeitgleich angekündigt, seinen externen ChatGPT-Atlas-Browser einzustellen und die Funktion stattdessen in einen internen Browser der ChatGPT-Desktop-App zu verlagern. Beide Unternehmen betreiben außerdem eigene Chrome-Erweiterungen. Der Trend geht klar in Richtung enger integrierter Browserfähigkeiten direkt in KI-Entwicklungstools. Für Entwickler, die FameSystems-Hosting-Lösungen einsetzen und mit Claude Code arbeiten, bedeutet das mehr Flexibilität beim Testen direkt aus der Entwicklungsumgebung heraus.