Fortinet hat mehrere Sicherheitslücken in FortiClientWindows, FortiManager, FortiOS, FortiPAM und FortiWeb geschlossen. Im schlimmsten Fall können Angreifer als Administrator auf betroffene Systeme zugreifen. Passende Patches stehen bereit und sollten zeitnah eingespielt werden, schließlich agieren Fortinet-Produkte oft in zentralen Netzwerkbereichen von Unternehmen und sind damit lohnende Ziele.
Die drei wichtigsten Lücken
Am gefährlichsten gilt eine als hoch eingestufte Schwachstelle (CVE-2026-26035) in FortiWeb. Darüber können Angreifer aus der Ferne und ohne Authentifizierung mit beliebigen Zugangsdaten auf Instanzen zugreifen. Das funktioniert allerdings nur, wenn beim Remote-Type-Administrator-Account die Wildcard-Option gesetzt ist, was standardmäßig nicht der Fall ist. Die Versionen 7.2.13, 7.4.12, 7.6.7 und 8.0.3 beheben das Problem.
Eine weitere, ebenfalls als hoch eingestufte Lücke (CVE-2026-70468) betrifft FortiManager und FortiManager Cloud, FortiManager 8.0 ist nicht betroffen. Auch hier können Angreifer die Anmeldung umgehen und sich unbefugt Zugriff verschaffen, benötigen dafür aber ein gültiges Zertifikat. Abhilfe schaffen die Versionen 7.2.10, 7.4.6 und 7.6.2.
Die dritte hoch eingestufte Schwachstelle (CVE-2026-70465) betrifft FortiClientWindows. Befindet sich ein Angreifer in einer Position, um DNS-Antworten zu manipulieren, kann Schadcode auf betroffene Systeme gelangen. FortiClientWindows 8.0 ist nicht verwundbar, die Versionen 7.2.12 und 7.4.4 sind dagegen gerüstet.
Weitere Risiken und Empfehlung
Die restlichen geschlossenen Lücken sind mit dem Bedrohungsgrad mittel und niedrig eingestuft und ermöglichen unter anderem Denial-of-Service-Angriffe. Bislang gibt es keine Berichte über laufende Attacken auf diese Schwachstellen, Admins sollten das Patchen aber nicht auf die lange Bank schieben. Erst Ende Juli hatte die US-Sicherheitsbehörde CISA vor Angriffen auf FortiOS gewarnt.