Sicherheit & Cyberabwehr

Google patcht SQL-Injection-Lücke in SecOps-Dashboard

28.08.2026 2 Min. Lesezeit
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Google Cloud hat eine SQL-Injection-Schwachstelle in seiner Sicherheitsplattform SecOps bekannt gemacht und behoben. Die als EUVD-2026-60060 und CVE-2026-15623 geführte Lücke erreicht einen CVSS-Score von 9.4 und steckt in einem Dashboard-Widget-API. Sie erlaubt es authentifizierten Angreifern, eigene SQL-Abfragen auszuführen.

Unzureichende Eingabevalidierung als Ursache

Die Schwachstelle entsteht durch unzureichende Eingabevalidierung in der Programmierschnittstelle für Dashboard-Komponenten. Ein authentifizierter Angreifer kann speziell präparierte Request-Parameter nutzen, um SQL-Abfragen auszuführen. Bei dieser sogenannten Blind SQL Injection erhält der Angreifer die Abfrageergebnisse nicht direkt, sondern leitet die Daten aus der Systemreaktion ab, etwa über Timing-Analysen oder Unterschiede im Antwortverhalten der Anwendung. Auf diese Weise lässt sich schrittweise auf sensible Datenbankinhalte zugreifen.

Automatisch gepatcht, keine Kundenaktion nötig

Alle Versionen von Google SecOps vor 6.3.85 gelten als anfällig. Google hat die Lücke bereits im Mai in Version 6.3.85 geschlossen, veröffentlicht am 23. Mai 2026. Weil es sich um einen Cloud-Dienst handelt, wurde die Korrektur automatisch ausgerollt, du musst als Kunde nichts weiter unternehmen. Trotzdem lohnt sich ein Blick zurück: Prüfe deine Audit-Logs auf verdächtige SQL-Abfrage-Muster im Dashboard-Widget-API, um mögliche Exploit-Versuche vor der Installation des Patches zu erkennen.