Microsoft hatte seit dem späten Montagnachmittag mit einer weitreichenden Dienststörung und damit einhergehenden Verbindungsproblemen zu kämpfen. Begonnen hatte die Störung am Montag gegen 17 Uhr deutscher Zeit. Betroffen waren Dienste wie Exchange Online, Microsoft Teams, OneDrive, SharePoint Online, Defender XDR, Universal Print und Microsoft 365 Copilot.
Rasant steigende Störungsmeldungen
Die Störung machte sich auch auf dem Störungsportal Allestörungen.de bemerkbar. Dort stiegen die Meldungen von Nutzern etwa zu Microsoft 365 und Microsoft Outlook zwischen 17 und 18 Uhr rasant an, in sozialen Netzwerken häuften sich zur selben Zeit Nutzerbeschwerden. Microsoft äußerte sich gegen 18 Uhr in einem Beitrag auf X zu dem Vorfall und sprach darin zunächst lediglich von "Exchange-Online-Problemen". Später ergänzte der Konzern, es gebe ein Problem mit einer Authentifizierungskomponente, die offenbar auch andere Dienste betrifft. Details ließen sich in Microsofts Admin Center sowie im Statusportal des Konzerns einsehen.
Unterschiedliche Auswirkungen je nach Dienst
Die Störung wirkte sich je nach Dienst unterschiedlich aus. Bei OneDrive und SharePoint kam es etwa zu Problemen bei der Synchronisation, dem Öffnen oder Hochladen von Dateien sowie der Anzeige von Account- oder Speicherinformationen. Bei Exchange Online und Microsoft Teams gab es zudem Verbindungsprobleme sowie Fehler bei der Nutzung von Suchfunktionen oder des Kalenders. Wann die Störung vollständig behoben sein würde, war zunächst nicht absehbar. Microsoft gab an, durch umgesetzte Maßnahmen eine Verbesserung etwa beim E-Mail-Versand erzielt zu haben, Suchfunktionen sollten aber weiterhin großflächig gestört gewesen sein. Der Konzern arbeitete weiter an der Wiederherstellung aller betroffenen Dienste. Der Vorfall zeigt erneut, wie stark einzelne zentrale Komponenten wie eine gemeinsame Authentifizierung mehrere scheinbar unabhängige Cloud-Dienste gleichzeitig lahmlegen können.