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KI belastet den Upload: AT&T baut das Netz bei 600 MHz aus

11.08.2026 2 Min. Lesezeit
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Der US-Mobilfunkbetreiber AT&T nutzt neue Frequenzen im Bereich 600 MHz, um den Upload seiner Nutzer spürbar zu steigern. Das kündigte das Unternehmen Anfang August 2026 an. Konkrete Datenraten nannte AT&T zwar nicht, doch der Schritt zeigt, wie stark KI-Anwendungen inzwischen den Rückkanal der Mobilfunknetze fordern.

Warum der Upload zum Engpass wird

In den USA ist der Uplink traditionell schwach ausgebaut. Laut einer aktuellen Analyse stellen die dortigen Netzbetreiber im Schnitt nur rund 5,1 Prozent ihrer gesamten Netzkapazität für den Upload bereit und bilden damit weltweit das Schlusslicht. Genau hier setzt AT&T an. Konzernchef John Stankey erklärte bei der Vorlage der Quartalszahlen, dass einige Uplink-Neuerungen bevorstehen. Das neue 600-MHz-Spektrum solle helfen, bessere Upstream-Kapazitäten aufzubauen, um wachsenden KI-Verkehr und Anwendungen mit KI-Agenten zu unterstützen.

Der Hintergrund: Eine starke Position im Low-Band gilt als Schlüssel für einen robusten Rückkanal. AT&T sieht sich hier bereits gut aufgestellt und will den Vorteil mit den 600 MHz weiter ausbauen. Zugang zu den Frequenzen verschaffte sich der Konzern über die kürzlich abgeschlossene Echostar-Transaktion im Wert von über 23 Milliarden US-Dollar, die landesweit rund 30 MHz im 3,45-GHz-Mittelband und 20 MHz im 600-MHz-Low-Band umfasst. Die Mid-Band-Frequenzen für mehr 5G-Kapazität sind bereits aktiv, für das Low-Band sind hingegen neue Antennen nötig, da das Netz 600 MHz bislang nicht unterstützt.

Neue Antennentechnik von Ericsson

Die passenden 600-MHz-Dualbandantennen liefert AT&Ts wichtigster Ausrüster Ericsson. Die Open-RAN-Technik unterstützt sowohl das 700-MHz-Band als auch die neuen 600 MHz. Erstmals kommt dabei die uplink-verbessernde 8RX-Technik mit acht Empfangspfaden im Low-Band zum Einsatz.

AT&T verspricht dadurch deutliche Verbesserungen: eine Verdopplung der durchschnittlichen Geschwindigkeit, bis zu 80 Prozent weniger Upload-Störungen, rund zehn Prozent weniger abgebrochene Anrufe sowie bis zu 70 Prozent weniger Drosselung und Überlastung. Für Nutzer, die große Datenmengen nach oben schicken, etwa bei Videotelefonie oder KI-gestützten Diensten, wäre das ein spürbarer Gewinn.