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OpenAI löst drittes Sicherheitsteam in zwei Jahren auf

18.08.2026 2 Min. Lesezeit
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OpenAI hat sein Preparedness-Team aufgelöst. Die Einheit war dafür zuständig, KI-Modelle auf schwerwiegende und potenziell katastrophale Risiken hin zu untersuchen, etwa das Risiko, dass sie bei der Entwicklung biologischer, chemischer oder nuklearer Bedrohungen helfen könnten, oder eigenständig fremde Systeme kompromittieren, wie es im Fall Hugging Face im Vormonat geschah. Das Preparedness-Team ist bereits das dritte spezialisierte Sicherheitsteam, das der ChatGPT-Hersteller auflöst.

Verantwortlichkeiten wandern in Fachabteilungen

Wie die Financial Times berichtet, werden die Aufgaben des aufgelösten Teams auf bestehende Fachabteilungen verteilt. Dylan Scandinaro, der das Preparedness-Team erst seit Februar 2026 leitete, soll sich künftig mit den Sicherheits-Implikationen von rekursiv selbstverbessernder KI beschäftigen, also Systemen, die ihre eigenen Fähigkeiten nutzen, um nachfolgende KI-Generationen zu entwickeln und zu beschleunigen.

Ein Muster wiederholt sich

Die Auflösung reiht sich in eine erkennbare Entwicklung ein. Bereits im Mai 2024 wickelte OpenAI sein Superalignment-Team ab, nachdem dessen Leiter Jan Leike das Unternehmen verlassen hatte. Leike kritisierte damals, OpenAI ignoriere Sicherheit zugunsten glänzender Produkte. Anschließend löste das Unternehmen auch das AGI-Readiness-Team auf, das bewerten sollte, wie gut OpenAI und die Welt auf KI auf menschlichem Intelligenzniveau vorbereitet sind.

Parallel zu dieser Umstrukturierung haben weitere Führungskräfte aus dem Bereich Sicherheit und Ethik das Unternehmen verlassen. Ethik-Leiterin Chloé Bakalar ging im Juli nach weniger als einem Jahr bei OpenAI, sie war offenbar die einzige explizit für Ethik zuständige Person im Unternehmen. Auch Chief Futurist Josh Achiam und Safety-Chef Johannes Heidecke haben das Unternehmen erst vor Kurzem verlassen. Eine offizielle öffentliche Stellungnahme von OpenAI zu der Auflösung liegt bislang nicht vor.