Eine kritische Sicherheitslücke gefährdet Check Points Security Management and Log Servers einschließlich der Multi-Domain-Varianten. Angreifer können die betroffenen Systeme im schlimmsten Fall vollständig kompromittieren. Check Point hat bislang keine Hinweise darauf, dass die Lücke bereits aktiv ausgenutzt wird.
Die Sicherheitslücke trägt die Kennung CVE-2026-91843 und steckt im Log-in-Prozess der eigentlich zum Schutz von Computern gedachten Sicherheitslösung. Laut Warnmeldung der Entwickler sind Angriffe aus der Ferne und ohne vorherige Authentifizierung möglich. Über präparierte Log-in-Anfragen mit extrem langen Benutzernamen lassen sich Speicherfehler auslösen, über die Angreifer anschließend Schadcode mit Root-Rechten ausführen können. Mit solchen Rechten lässt sich praktisch jede Sicherheitseinstellung deaktivieren oder es lassen sich Zugangsdaten von Administratoren kopieren. Ein Hinweis auf bereits erfolgreich attackierte Systeme ist der Eintrag "Administrator failed to log in: Username too long" im SmartConsole-Log.
Mehrere Versionen betroffen, einige ohne Support
Betroffen sind laut Check Point unter anderem R82.20, R82.10 mit Jumbo Hotfix Take 44 oder niedriger, R82 mit Jumbo Hotfix Take 126 oder niedriger sowie R81.20 mit Jumbo Hotfix Take 166 oder niedriger. Für R81.10 mit Jumbo Hotfix Take 190 oder niedriger sowie für R80, R80.10, R80.20, R80.30, R80.40 und R81 ist der Support bereits ausgelaufen, diese Versionen erhalten also keine Sicherheitspatches mehr. Admins solcher Installationen müssen auf noch unterstützte Versionen umsteigen.
Automatische Updates schließen die Lücke bereits
Die Smart-1 Cloud Environment gilt bereits als abgesichert. Wer automatische Updates aktiviert hat, sollte die reparierten Versionen ebenfalls schon installiert haben, etwa R82.20 mit dem Bundle-Update Take 29, R82.10 mit Take 28, R82 mit Take 28 oder R81.20 mit Take 28. Wer noch nicht automatisch aktualisiert, sollte die passenden Patches umgehend manuell einspielen und die Logs auf Hinweise für eine mögliche vorherige Kompromittierung prüfen.