Zum jüngsten Patchday hat SAP zahlreiche Sicherheitslücken in seiner Business-Software geschlossen. Besonders brisant: Über eine kritische Schwachstelle können Angreifer die volle Kontrolle über Instanzen der Commerce Cloud erlangen. Passende Sicherheitsupdates stehen bereit, du solltest sie zeitnah einspielen.
Kritische Schwachstellen
Insgesamt listet SAP 40 CVE-Nummern zu geschlossenen Lücken auf, vier davon gelten als kritisch. Am schwersten wiegt eine Schwachstelle in der Commerce Cloud (CVE-2026-58231) mit dem maximalen CVSS-Score von 10 von 10. Angreifer können die Plattform ohne Authentifizierung attackieren und aufgrund unzureichender Überprüfungen Schadcode ausführen. Damit ist eine vollständige Kompromittierung betroffener Instanzen möglich.
Auch die Komponente Manufacturing Integration and Intelligence ist über zwei Schadcode-Lücken angreifbar (CVE-2026-44772, CVE-2026-44758). Eine weitere Schwachstelle (CVE-2026-34265) im Application Server ABAP for SAP NetWeaver and ABAP Platform kann bei erfolgreicher Ausnutzung zu Abstürzen führen.
Weitere Updates und Empfehlung
Darüber hinaus haben die SAP-Entwickler Sicherheitsprobleme unter anderem in ABAP Platform, BusinessObjects Business Intelligence und Social Intelligence behoben. An diesen Stellen waren teils unbefugte Zugriffe auf sensible Daten möglich, in anderen Fällen konnte Schadcode auf Systeme gelangen. Weiterführende Informationen zu den gepatchten Versionen finden SAP-Kunden im Support-Portal. Angesichts des maximalen Schweregrads bei der Commerce Cloud solltest du die Aktualisierung nicht aufschieben, gerade weil sich die Lücke ohne Anmeldung ausnutzen lässt.