Für Windows Server 2022 wird die Zeit knapp. In rund 90 Tagen läuft der Mainstream-Support aus, danach fällt das Betriebssystem aus dem gewohnten Update-Rhythmus. Wenn du Server 2022 im Einsatz hast, solltest du jetzt entscheiden, wie es weitergeht.
Microsoft weist im Message-Center der Windows-Release-Health-Notizen darauf hin. Das Sicherheitsupdate im Oktober 2026 ist das letzte reguläre Mainstream-Update. Danach wechselt Server 2022 in den erweiterten Support. Der bringt weiterhin monatliche Sicherheitsupdates, laut Microsoft ohne Zusatzkosten und bis zum 14. Oktober 2031.
Der Unterschied zum Mainstream-Support steckt im Detail: Neue Funktionen und Design-Änderungen gibt es nicht mehr, und auch Nicht-Sicherheitsupdates entfallen. Du bekommst also im Kern das, was sonst das kostenpflichtige ESU-Programm liefert, nur eben noch ohne Rechnung. Wer Server 2022 über 2031 hinaus betreiben will, kann anschließend über das Programm für erweiterte Sicherheitsupdates (ESU) weitere Patches beziehen. Die kosten dann allerdings extra.
Upgrade-Pfad: Windows Server 2025
Als aktuelles Server-Betriebssystem im Long-Term-Servicing-Channel nennt Microsoft Windows Server 2025. Wer den vollen Mainstream-Support behalten möchte, sollte die Migration nach Empfehlung des Herstellers besser früher als später einplanen.
Windows Server 2025 ist seit Anfang November 2024 verfügbar und bringt ein paar handfeste Neuerungen mit. Mit Hotpatching sinkt die Zahl der nötigen Neustarts auf vier pro Jahr, statt wie bisher jeden Monat einen Reboot einzuplanen. OpenSSH lässt sich erstmals per Klick als Dienst aktivieren, und SMB-Freigaben stellt das System robuster und sicherer bereit. Der Mainstream-Support läuft hier bis Oktober 2029, gefolgt von fünf Jahren erweiterter Sicherheitsupdates bis Oktober 2034.
Für Admins heißt das vor allem eins: den Umstieg jetzt planen, statt im Herbst 2026 unter Zeitdruck zu geraten.