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Broadcom zieht Downloads des VMware-Migrationswerkzeugs VDDK zurück

15.09.2026 3 Min. Lesezeit
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Broadcom hat sämtliche offiziellen Download-Möglichkeiten für das VMware Virtual Disk Development Kit (VDDK) entfernt. Das Kit ist damit nicht mehr regulär verfügbar, was Administratoren vor allem einen Wechsel zu anderen Anbietern erschwert. Wer das VDDK bereits heruntergeladen hat, kann es weiterhin nutzen.

Das VDDK ist eine Sammlung von Bibliotheken und APIs für den Zugriff auf virtuelle Festplattendateien. Offiziell als Backup- und Recovery-Lösung konzipiert, dient es in der Praxis vielfach als Grundlage für Migrationswerkzeuge, mit denen sich VMware-Umgebungen zu anderen Plattformen umziehen lassen. Nach Angaben in einem Reddit-Beitrag wurden die Downloads bereits Anfang August 2026 entfernt, ohne dass der Anbieter dies mitgeteilt hätte, weshalb es erst später auffiel.

Broadcom verweist auf die Lizenzbedingungen

Gegenüber dem IT-Magazin Techtarget bestätigte Broadcom, dass sich die Optionen zum Herunterladen des VDDK "kürzlich" geändert hätten, was in der Praxis bedeutet, dass alle offiziellen Download-Möglichkeiten abgeschaltet wurden. Das Unternehmen betont, das VDDK sei gemäß der SDK-Lizenz "schon immer" für die Nutzung in Backup- und Wiederherstellungslösungen der eigenen TAP-Partner gedacht gewesen, also von Unternehmen, die mit Broadcom-Produkten arbeiten und darauf aufbauende eigene Lösungen anbieten. Die aktuelle Änderung bekräftige laut Broadcom lediglich diese Bedingungen. Gegenüber The Register erklärte Broadcom, das VDDK sei weiterhin über ausgewählte TAPs für den lizenzierten Anwendungsfall verfügbar, Kundinnen und Kunden könnten aus den zahlreichen bereits von diesen Partnern angebotenen Lösungen wählen.

Kein Kundenanspruch, aber neue Kosten

Broadcom stellt zudem klar, dass das VDDK kein Anspruch der Kundschaft sei, sondern ein Software-Development-Kit mit eigener Entwicklerlizenz, das nie zum Lieferumfang eines Broadcom-Softwarekaufs gehört habe. Bisher ließ sich das Kit jedoch kostenlos nutzen, während Lösungen von Drittanbietern in der Regel zusätzliche Kosten verursachen. Der Schritt reiht sich in bereits zuvor erfolgte Umstellungen bei Lizenzen und Preisen rund um VMware ein. In Foren und Kommentaren wird er überwiegend als Versuch gedeutet, Kundinnen und Kunden den Wechsel zu anderen Virtualisierungsanbietern zusätzlich zu erschweren.