Sicherheit & Cyberabwehr

Veeam: Kritische Lücke im Backup-Server, MFA in Veeam ONE abschaltbar

28.10.2026 2 Min. Lesezeit
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Backup-Server stehen bei Ransomware-Gruppen weit oben auf der Liste. Wer Veeam einsetzt, sollte deshalb jetzt die aktuellen Sicherheitsupdates einspielen. Der Hersteller hat mehrere Lücken in Backup & Replication, im Veeam Agent for Linux und in Veeam ONE geschlossen. Hinweise auf aktive Angriffe gibt es nach seinen Angaben bisher nicht.

Kritische Lücke im CDP-Dienst

Die schwerste Schwachstelle trägt die Kennung CVE-2026-108142 und gilt als kritisch. Betroffen ist die Windows-Version von Veeam Backup & Replication. Laut Beschreibung können Angreifer ohne Anmeldung auf den Continuous-Data-Protection-Dienst (CDP) zugreifen. Der Dienst läuft auf dem Backup-Server und koordiniert Replikation und Datentransfer für die CDP-Funktion. Es liegt nahe, dass sich darüber Backup-Pläne durcheinanderbringen lassen.

Path Traversal und Rechteausweitung

Zwei weitere Lücken in Backup & Replication (CVE-2026-108140 und CVE-2026-108141) stuft Veeam als mittel ein. Angreifer brauchen hier die Rolle Restore Operator und müssen den Inhalt einer gesicherten NAS-Freigabe kontrollieren. Dann können sie per Path Traversal Dateien an beliebigen Stellen auf dem Backup-Server ablegen. Unter Windows schützen die Versionen 13.1.2.57 und 13.0.3.63.

Die vierte Lücke (CVE-2026-105477, Risiko hoch) steckt im Veeam Agent for Linux, sofern er von einer Instanz von Backup & Replication verwaltet wird. Damit können sich Angreifer höhere Rechte verschaffen. Abhilfe bringt Version 13.1.2.11.

MFA in Veeam ONE umgehbar

Auch Veeam ONE hat ein Problem. Wer an Admin-Zugangsdaten kommt, kann dort die Multi-Faktor-Authentifizierung abschalten (CVE-2026-107671, Risiko hoch). Mit Version 13.1.0.7940 ist das behoben.

Unser Rat: Prüf, welche Versionen bei Dir laufen, und patche zeitnah. Backup-Systeme sind oft das letzte Sicherheitsnetz nach einem Angriff, und genau deshalb lohnt sich hier Tempo.