Ein Dedicated Server ist eine physische Maschine, die nur dir gehört. Ein Rootserver ist eine virtuelle Maschine mit fest zugewiesenen Ressourcen auf geteilter Hardware. Eigene Hardware lohnt sich, wenn du die volle Leistung einer CPU brauchst, selbst virtualisieren willst oder aus Compliance-Gründen niemanden neben dir auf der Maschine haben darfst. Für alles andere ist der Rootserver schneller verfügbar und günstiger.
Der Unterschied in einem Absatz
Beim Rootserver bekommst du einen fest zugewiesenen Anteil einer großen Maschine: bestimmte CPU-Kerne, eine feste Menge Arbeitsspeicher und NVMe-Speicher, isoliert per KVM. Andere Kunden nutzen andere Anteile derselben Hardware, ohne Zugriff auf deinen Bereich. Beim Dedicated Server gehört dir die komplette Maschine: jeder Kern, jeder Riegel, jede Festplatte, der gesamte Netzwerkanschluss.
Vergleich: Leistung, Preis, Bereitstellung
| Merkmal | Dedicated Server | Rootserver (KVM) |
|---|---|---|
| Hardware | Exklusiv, AMD Ryzen 7000 | Fester Anteil, AMD EPYC, Ryzen oder Xeon |
| Leistung | Volle CPU, gesamter RAM, alle Laufwerke | Fest zugewiesene Kerne und RAM, nicht überbucht |
| Bereitstellung | Bis zu 72 Stunden an Werktagen, Outlet sofort | Wenige Minuten |
| Eigene Virtualisierung | Ja, z. B. Proxmox VE | Nein, ist selbst eine VM |
| Skalierung | Neue Konfiguration oder zweite Maschine | Upgrade per Klick im Kundenbereich |
| DDoS-Schutz | Arbor, bis 1 Tbit/s, inklusive | Arbor, bis 1 Tbit/s, inklusive |
| Einstiegspreis | ab 121,25 € pro Monat | Deutlich darunter, je nach Paket |
Takt gegen Kerne: warum Ryzen im Dedicated Server steckt
Die Dedicated Server von FameSystems laufen auf AMD Ryzen der 7000er-Serie. Diese Prozessoren haben weniger Kerne als ein EPYC, dafür einen deutlich höheren Takt pro Kern. Genau das brauchen Gameserver, Datenbanken und alles, was nicht beliebig parallelisierbar ist: Ein einzelner Spielserver-Prozess wird schneller, wenn der einzelne Kern schneller ist.
Rootserver laufen dagegen auf EPYC mit vielen Kernen. Sie sind ideal, wenn viele Prozesse gleichzeitig arbeiten, etwa Webserver mit vielen Besuchern oder mehrere Dienste auf einer Maschine. Die Frage ist also nicht nur „physisch oder virtuell“, sondern auch „Takt oder Kerne“.
Selbst virtualisieren mit Proxmox
Der häufigste Grund für einen Dedicated Server ist die eigene Virtualisierung. Mit Proxmox VE teilst du die Maschine in beliebig viele virtuelle Maschinen und Container auf: ein Gameserver, ein TeamSpeak, eine Datenbank, eine Testumgebung, alles sauber getrennt und über eine Weboberfläche verwaltet. Auf einem Rootserver geht das nicht, er ist selbst schon eine virtuelle Maschine.
Für Agenturen, Communities und kleine Hoster ist das der Punkt, an dem sich der Dedicated Server rechnet: Ab drei bis vier Systemen, die sonst einzelne Rootserver wären, ist die eigene Maschine oft günstiger und flexibler.
Wann sich der Dedicated Server lohnt
- Du willst mehrere Systeme selbst virtualisieren, etwa mit Proxmox.
- Deine Anwendung braucht den hohen Takt der Ryzen-Kerne oder die komplette Maschine unter Volllast.
- Compliance oder Kundenanforderungen verlangen, dass niemand sonst auf der Hardware läuft.
- Du betreibst ein Netzwerk aus Gameservern, Voice-Servern und Bots für eine große Community.
Wann der Rootserver die bessere Wahl ist
- Du brauchst den Server heute, nicht in drei Tagen.
- Dein Projekt wächst, und du willst per Klick aufrüsten statt Hardware zu wechseln.
- Ein einzelner Dienst, eine Webseite, ein Bot oder ein Gameserver mit überschaubarer Spielerzahl.
- Das Budget liegt unter dem Einstiegspreis für eigene Hardware.
Der Mittelweg: Dedicated Server aus dem Outlet
Wer eigene Hardware will, aber nicht auf die Bereitstellung warten möchte, findet im Outlet geprüfte, vorkonfigurierte Systeme und Rückläufer zum reduzierten Preis. Die Server sind sofort verfügbar, die Stückzahl ist begrenzt.
Unsere Empfehlung
Fang mit dem Rootserver an, wenn du ein einzelnes Projekt betreibst. Wechsle auf den Dedicated Server, sobald du selbst virtualisieren willst oder die CPU dauerhaft am Limit läuft. Beides läuft im selben Netz, der Umzug ist ein normaler Datenumzug ohne Wechsel des Anbieters.
AMD Ryzen Hosting & Gaming Dedicated Server
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