Proxmox VE macht aus einem Dedicated Server eine eigene kleine Cloud: Du installierst es wie ein Betriebssystem, teilst die Maschine in virtuelle Maschinen und Container auf und verwaltest alles über eine Weboberfläche. Auf einem Dedicated Server von FameSystems ist das der häufigste Einsatzzweck, weil die komplette Hardware dir gehört.
Was Proxmox VE ist
Proxmox VE ist eine freie Virtualisierungsplattform auf Debian-Basis. Sie kombiniert KVM für vollständige virtuelle Maschinen und LXC für leichte Container unter einer gemeinsamen Weboberfläche. Snapshots, Backups, Netzwerkbrücken und Speicherverwaltung sind eingebaut. Kurz: dieselbe Technik, mit der Hoster ihre Rootserver und vServer betreiben, nur auf deiner eigenen Maschine.
Voraussetzungen
- Ein Dedicated Server, denn Proxmox braucht direkten Zugriff auf die CPU-Virtualisierungsfunktionen. Auf einem Rootserver, der selbst eine VM ist, ist das nicht sinnvoll.
- Genug Arbeitsspeicher: Rechne die Summe aller geplanten VMs plus 2 GB für Proxmox selbst.
- NVMe-Speicher, weil viele VMs gleichzeitig lesen und schreiben.
- Eine zusätzliche IP-Adresse oder ein internes Netz mit NAT, je nachdem, ob VMs von außen erreichbar sein sollen.
Installation in fünf Schritten
Die Installation dauert etwa 15 Minuten. Du brauchst die Konsole aus dem Webinterface von FameSystems, um das Installationsmedium zu starten.
- Proxmox-VE-ISO als Installationsmedium wählen und den Server neu starten.
- Zielfestplatte wählen. Bei zwei NVMe-Laufwerken empfiehlt sich ZFS im Mirror, damit ein Laufwerksausfall keine Daten kostet.
- Netzwerk eintragen: die Haupt-IP des Servers, Gateway und einen Hostnamen.
- Nach dem Neustart die Weboberfläche über https://deine-ip:8006 öffnen.
- Firewall in Proxmox aktivieren und den Zugriff auf Port 8006 auf deine IP-Adresse beschränken.
Netzwerk: VMs erreichbar machen
Der einfachste Weg ist ein internes Netz: Proxmox legt eine Bridge an, die VMs bekommen private Adressen, und du leitest einzelne Ports per NAT nach außen. Sollen VMs eine eigene öffentliche IP haben, buchst du zusätzliche Adressen und weist sie den VMs direkt zu. Für ein Community-Setup mit Gameserver, TeamSpeak und Webseite reicht meist die interne Variante mit Portweiterleitungen.
Backups und Snapshots
Proxmox sichert VMs und Container per Zeitplan als komplette Abbilder. Lege das Backup-Ziel auf einen externen Speicher, etwa einen Cloud-Speicher von FameSystems per SMB oder NFS, nicht auf dieselbe Maschine. Snapshots eignen sich für schnelle Rücksprünge vor Updates, ersetzen aber kein Backup.
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