Sicherheit & Cyberabwehr

Chrome-Update schließt 230 Sicherheitslücken, eine wird bereits angegriffen

09.09.2026 2 Min. Lesezeit
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Google hat für seinen Browser Chrome ein umfangreiches Sicherheitsupdate veröffentlicht, das insgesamt 230 Schwachstellen behebt. Mindestens eine davon wird nach Angaben des Unternehmens bereits aktiv für Angriffe ausgenutzt, weshalb Anwender ihren Browser zeitnah aktualisieren sollten.

Die kritische Lücke trägt die Kennung CVE-2026-87491 und steckt in der Javascript-Engine V8. Ursache ist ein sogenannter Out-of-bounds Write, ein Schreibvorgang außerhalb der eigentlich vorgesehenen Speichergrenzen. Angreifer können darüber eigenen Code innerhalb der Chrome-Sandbox ausführen. Für einen erfolgreichen Angriff genügt es, dass ein Opfer eine präparierte Webseite aufruft, etwa über einen Link in einer E-Mail, einer Chatnachricht oder einem Social-Media-Beitrag. Weitere Interaktion ist nach Angaben von Google nicht nötig.

Fünf kritische und 41 hochriskante Lücken

Von den 230 geschlossenen Schwachstellen stuft Google fünf als kritisch, 41 als hoch, 133 als mittel und 51 als niedrig ein. Elf der Fehler wurden von externen Sicherheitsforschern gemeldet und mit einer Bug-Bounty-Prämie honoriert, für 20 weitere Einreichungen könnten noch Zahlungen folgen. Die bislang höchste Einzelprämie von 5.000 US-Dollar gab es für eine mittelschwere Use-after-free-Lücke mit der Kennung CVE-2026-87504. Insgesamt hat Google bereits rund 23.000 US-Dollar an Prämien ausgeschüttet.

Update für alle Plattformen verfügbar

Die Korrekturen sind in den Chrome-Versionen 153.0.8010.36/.37 für Windows und Mac sowie 153.0.8010.36 für Linux enthalten. Da zahlreiche andere Browser wie Microsoft Edge, Brave und Vivaldi auf der Chromium-Basis von Chrome aufbauen, dürften auch sie in Kürze entsprechende Updates erhalten. Wer Chrome oder einen darauf basierenden Browser einsetzt, sollte in den Einstellungen prüfen, ob die aktuelle Version installiert ist, und das Update gegebenenfalls manuell anstoßen.