Docker läuft auf jedem KVM-Rootserver mit Debian oder Ubuntu in fünf Minuten: Paketquellen von Docker eintragen, Docker Engine und Compose installieren, deinen Benutzer in die Gruppe „docker“ aufnehmen, fertig. Wichtig ist der KVM-Rootserver, denn in LXC-Containern läuft Docker nur eingeschränkt.
Voraussetzungen
- Ein KVM-Rootserver mit Debian 12 oder Ubuntu 22.04 beziehungsweise 24.04. Container-vServer (LXC) sind für Docker nicht geeignet.
- Mindestens 2 GB Arbeitsspeicher, für mehrere Container 4 GB oder mehr.
- Ein Benutzer mit sudo-Rechten und SSH-Zugriff.
- Ein aktuelles System: vorher „apt update“ und „apt upgrade“ ausführen.
Installation in fünf Schritten
- Abhängigkeiten installieren: apt install ca-certificates curl gnupg
- Den GPG-Schlüssel von Docker nach /etc/apt/keyrings/docker.gpg laden und die Docker-Paketquelle für deine Distribution in /etc/apt/sources.list.d/docker.list eintragen.
- Paketlisten aktualisieren und installieren: apt install docker-ce docker-ce-cli containerd.io docker-compose-plugin
- Deinen Benutzer in die Gruppe aufnehmen: usermod -aG docker deinbenutzer, danach neu anmelden.
- Testen: docker run hello-world
Docker Compose: mehrere Container als ein Projekt
Mit Compose beschreibst du eine Anwendung samt Datenbank, Cache und Reverse-Proxy in einer Datei „compose.yaml“ und startest alles mit „docker compose up -d“. Lege pro Projekt ein eigenes Verzeichnis an, dann bleiben Volumes, Netzwerke und Updates sauber getrennt.
Sicherheit: Ports, Updates, Root
- Veröffentliche Ports nur, wenn sie von außen erreichbar sein müssen. „127.0.0.1:8080:80“ statt „8080:80“ hält Dienste lokal.
- Docker schreibt eigene Firewall-Regeln. Prüfe nach der Installation, ob deine ufw-Regeln noch greifen.
- Halte Images aktuell: „docker compose pull“ und „docker compose up -d“ in regelmäßigen Abständen.
- Sichere Volumes in dein Backup ein, Container selbst sind ersetzbar.
Welcher Server für Docker?
Für ein paar Dienste reicht ein KVM-Rootserver mit 4 GB RAM. Datenbanken, Build-Pipelines oder viele parallele Container profitieren von mehr Kernen, hier passt die EPYC-Linie. Wer einen ganzen Stack für ein Team betreibt und selbst virtualisieren will, nimmt einen Dedicated Server mit Proxmox und darin Docker-VMs.
KVM-Rootserver für Docker
Eigener Kernel, fest zugewiesene Kerne und RAM, NVMe-Speicher. Debian oder Ubuntu in Minuten installiert, Docker in fünf weiteren.